Eine Menge Wasser

So, ich melde mich auch Mal wieder. Die letzten Tage hatten wir leider kein Internet, deshalb ging das nicht. Unser Hotel hier hat leider auch hier kein Internet, ich sitze gerade in einem Internetcafe. Englishe Tastaturen nerven. Mir war vorher nicht klar, wie oft man ae, oe , ue und sz benutzt.

Wir haben eine Kanutour durch die Backwaters gemacht. Die Backwaters sind ein Netz aus unzaehligen Fluessen und Kanaelen. Leider fahren so viele Hausboote, dass von der ruhigen Atmosphaere oft nicht viel uebrig bleibt. Trotzdem war es sehr schoen. Am Ufer stehen Palmen und kleine Haeuser, im Wassser stehen Frauen voll bekleidet und waschen sich oder Waesche. Ein Mann steht am Ufer und fischt mit Pfeil und Bogen. Erstaunlicherweise funktioniert das ziemlich gut.
Wir sehen uns ein Dorf am Weg an. Es ist umgeben von abgeernteten Reisfeldern, die noch immer unter Wasser stehen. Obwohl wir doch beide Abitur haben, wussten wir nicht, wie Reispflanzen aussehen. Unser Kanufahrer erklaert uns, dass das Dorf waehrend des Monsuns regelmaessig ueberflutet wird und die Leute dann alle in der nahegelegenen Schule schlafen und vom Staat Essen bekommen.
Am Flussufer sehen wir eine Steintafel, auf der ein Bild von lenin abgebildet ist. Das mit dem Kommunismus ist doch ein bisschen komisch.
Im Wasser schwimmt sehr viel Muell. Ich verstehe die Inder nicht, dass ihnen das anscheinend egal ist. Sie muessen doch sehen, dass es so viel haesslicher wird. Warum schmeissen sie trotzdem ihren Muell einfach dahin, wo sie gerade stehen? Wie kann einen dieser Dreck nicht stoeren?

Die letzten Tage waren wir in Varkala. Der Reisefuehrer empfielt Varkala wegen eines beruehmten Hindu-Tempels. Die Hindus fahren hierher, um die Asche ihrer Toten ins Meer zu streuen. Der tempel ist nett, aber nicht besonders spektakulaer. Die Bestattungszeremonien sind interessant, aber auch relativ undurchsichtig. Was an Varkala aber wirklich schoen ist, ist das Meer. Direkt hinter dem Strand ragen hohe Klippen aus roten felsen steil auf. Das Meer ist sehr viel wilder als in Goa. Schoen sehen die brechenden Wellen aus. Jeden Abend regnet es jetzt. Das Meer wird wild und bedrohlich, ganz dunkel. Es regnet doll. Ich haette ja gesagt, dass muss Monsun sein, aber der sollte eigentlich erst in einem Monat anfangen.

Heute sind wir weiter nach Trivandrum gefahren. Trivandrum heisst eigentlich Thiruvananthapuram und ausnahmsweise verstehe ich, warum die Englaender die Stadt umbenannt haben. Es regnet schon den ganzen Tag. Natuerlich ist der Regen genau als wir aus dem Zug gestiegen sind erst wirklich doll gefunden. Und natuerlich sind auch genau heute alle Hotels belegt. Normalerweise hatten wir nie ein Problem, heute hatte erst das sechste Hotel ein Zimmer fuer uns.
Der regen war wirklich cshlim. Die Strasse war ein Fluss. Ueber 20 cm hoch Stand das Wasser. Ekliges, dreckiges, schlammiges Wasser. Besser nicht darueber nachdenken, wodurch wir da laufen. Das Abwassersystem hier koennte schon noch besser sein. Mittlerweile hat der Regen fast aufgehoert und die Starsse ist auch wieder normal befahrbar.

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