Ja, wir leben noch

Wir sind immer noch in Goa. Nicht besonders aufregend, aber sehr schön. Ich habe das Gefühl, mit jedem Tag, den wir hier sind, wir es heißer. Was vielleicht stimmt. Direkt am Strand weht ein angenehmer Wind, aber weiter als 30 Meter sollte man nicht vom Wasser weg sein.
Gestern Abend waren wir zufällig in einem Restaurant, wo Karaokeabend war. Das Publikum: Reiche Mittelklasse-Inder, die anscheinend im Ort wohnen. Jeder kennt jeden. Der Moderator spricht Englisch komplett ohne indischen Akzent. Eher mit amerikanischem. Sehr ungewöhnlich. Er beschwert sich darüber, dass zu wenig applaudiert wird: „Nobody is clapping tonight, yaar“, sagt er mit einem nachgemachten indischen Akzent und grinst dabei breit. Ein Inder, der sich über den indischen Akzent lustig macht. Das war ziemlich witzig.
Generell habe ich hier in Goa schon sehr viele Familien gesehen, die nur oder fast nur in Englisch miteinander reden. Das fühlt sich irgendwie falsch an. Ich bin daran gewöhnt, sie nicht zu verstehen. Und außerdem tut es mir um die indischen Sprachen leid.
Man merkt Goa an, dass es lange Zeit portugiesisch war. Die Leute sind Christen und tragen Kreuzkettchen, und viele ältere Frauen tragen statt indischer Kleidung knielange Kleider, in denen sie sehr südeuropäisch aussehen.

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